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Datenschutz Grundverordnung

c02k · Mai 13, 2018 · Photographie · 0 comments

Diesmal ganz viel Text und keine Bilder…
 

Versteht mich bitte nicht falsch…

…ich halte viel vom Schutz personenbezogener Daten – eben Datenschutz. Schließlich möchte auch ich nicht als gläserner Datensatz durch’s Leben laufen. In der Vergangenheit war es da sicherlich nicht immer zum Besten bestellt. Aber die DSGVO geht in vielen Bereichen ganz klar am Ziel vorbei. Alleine schon, weil der kleinste Gewerbetreibende und der miliardenschwere Konzern mit einem Heer eigener Juristen über einen Kamm geschoren wird.
 
Ich habe nun in den letzten Wochen viel Zeit darin investiert:
 

Die SSL-Verschlüsselung für meine Seite einzurichten, mein Kontaktformular mit einem zusätzlichen Häkchen für ein Opt In zu versehen, mein regelmäßiges Backup zu optimieren, liebgewonnene – aber nicht DSGVO-konforme – Plugins zu entfernen, meine Google Fonts nicht mehr über amerikanische Server, sondern über meinen eigenen Webspace bereitzustellen, IPs bei der Nutzung von Google Analytics zu anonymisieren, die Kommentarfunktion aus allen Beiträgen zu entfernen, Social Media Plugins zu deinstallieren, meine Datenschutzerklärung anzupassen, ein Verfahrensverzeichnis zu erstellen, einen Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung mit meinem Provider zu schließen…

...und vieles andere mehr

 
Ob das alles jetzt ausreichend ist und – vor allem – ob ich das alles richtig umgesetzt habe, weiß ich beim besten Willen nicht. Eins weiß ich aber mit Gewissheit: Ich möchte meine eigene Homepage auch nach dem 25. Mai 2018 weiter betreiben. Dafür habe ich in den vergangenen Jahren zu viel Energie und Arbeit dort hineingesteckt und mir mittlerweile mit viel Mühe eine kleine aber treue Leserschaft aufgebaut. Und die will ich nicht einfach so aufgeben. Schließlich möchte ich weiterhin meine Bilder zeigen. Zum einen, weil Feedbach natürlich motivierend ist und, zum anderen, weil ich weiterhin vertrauensvoll Kontakt zu Kunden und Models aufbauen möcht.
 
Sicherlich gibt es die Sozialen Medien. Aber die regulieren seit Jahren verstärkt die Reichweite. So zwingen sie Seitenbetreiber dazu, beispielsweise kostenpflichtig Werbung zu schalten, damit man überhaupt noch irgendwen erreicht. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass der Nutzen solcher Werbung überschauber ist. Aus diesem Grund möchte ich mit meiner Seite weiterhin mein eigenes und unabhängiges Medium behalten.
 

Verordnungen alleine helfen auch nicht

 
Wie schon oben erwähnt: Der Schutz personenbezogener Daten ist wichtig und richtig. Natürlich muss auch der Gesetzgeber darauf hinwirken und natürlich will ich auch gerne meinen Beitrag dazu leisten. In erster Linie hilft da aber ein verantwortungsvoller eigener Umgang mit diesen Daten. Und der ist in vielen Fällen leider ziemlich bedenkenlos.
 
Also, mal schauen, was die nächsten Wochen ab dem 25. Mai so bringen werden. Vielleicht wird ja auch alles ganz anders kommen. Dennoch bin ich überzeugt, das bereits heute eine Schar abmahnwilliger Anwälte auf den Startschuss wartet und bereits heute das Internet nach Opfern scannt…
 
Mittlerweile ist es ja schon wieder merklich wärmer geworden, die ersten Hochzeiten stehen an und irgendwann wird das erste Gespräch kommen im Sinne von: „Haben Sie mich eben fotografiert? Ihnen lag doch beim Drücken des Auslösers und der damit einhergehenden Erstellung eines Datensatzes gar keine schriftliche Einwilligung von mir vor!“
 
Aber auch das wird irgendwie weitergehen und wer einstweilen dazu beitragen möchte, dass die Debatte darüber spannend bleibt:
 
Zur Petition | Pressefreiheit! Gegen EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) für Fotografen, Kunst, Presse
 

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